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Single Malt Whisky
Stellen Sie sich die schottischen Highlands einmal vor: Eine sehr ursprüngliche, schroff-schöne Landschaft. Natur, ohne große Besiedelung und kaum Industrie. Reines Wasser fließt durch Bäche, die Felder mit goldgelber Gerste wiegen sich im Sommerwind. Vielleicht ist das das Geheimnis des "Wasser des Lebens" und seiner schier endlosen Vielfalt.
Das engliche Wort "Whisky" ist von usky abgeleitet, einer Abkürzung von uysquebaugh, die Schreibweise aus dem Gälischen der Kelten kann variieren, bedeutet aber immer "Wasser des Lebens" bzw. "Lebenswasser". Die Herstellung von Single Malt Whisky: 1. Am Anfang steht die Gerste, die in reifem Zustand geerntet wird.
2. Diese wird einige Tage im heimischen Quellwasser eingeweicht. 3. Danach wird sie auf dem sogenannten Malzboden (z.B. Speicher einer Scheune) ausgebreitet und in den nächsten 10 Tagen täglich mit einer großen Holzschaufel gewendet, damit sie zu Keimen beginnt. In jedem Korn wird durch Enzyme die Stärke in Zucker umgewandelt.
4. Die angekeimte Gerste wird nun in der sogenannten Darre zum Mälzen ausgebreitet, und schließlich über einem Feuer -vorzugsweise Torffeuer getrocknet. Dadurch wird der Keimvorgang unterbrochen. Der Rauch durchdringt die Gerste und hinterlässt auch im Whisky einen leicht rauchigen, torfigen Geschmack. 5. Die gedarrte Gerste, auch Malz genannt, wird gereinigt und in der Malzmühle zu Schrot gemahlen.
6. Das Malzschrot wird in einen großen Behälter gefüllt (die mash-tun, Maischbottich) und mit heißem Wasser angeschüttet. Die restliche Stärke im Malz verwandelt sich in Zucker, der dann gelöst wird. Durch mehrmaliges ablassen und hinzufügen von heißem Wasser erhält man eine süße Flüssigkeit, die sogenannte Würze (wort).
7. Diese Würze kommt unter Zugabe von Hefe in einen großen, tiefen Bottich (-washback- genannt), meist aus Lärche, Oregon-Kiefer oder Edelstahl. In ihm brodelt es, dampft und schäumt, denn der Gärprozess ist in vollem Gange.
8. Die Gärflüssigkeit (-wash- genannt) wird in die Brennblase umgefüllt. Diese wird fest verschlossen und erhitzt. Im Deckel steckt ein schlangenförmiges Rohr, die Kühlschlange. Diese führt durch einen Behälter mit kaltem Wasser. Durch den Temperaturunterschied kondensieren die Dämpfe, tropfen an der Rohrwindung hinunter und werden in einem Behältnis aufgefangen.
9. Nach der ersten Destillation verfügt man über den Rauhbrand (-low wines- genannt, 20-25% Alkoholgehalt) welcher zum Reinigen und Konzentrieren der Aromen und des Alkoholgehalts erneut destilliert wird. 10. Der noch farblose Whisky, dessen Alkoholgehalt zwischen 40 und mehr als 60% vol. schwankt wird in Eichenfässer abgefüllt.
Für die Geschmacksvielfalt des Single Malt Whisky spielen viele Faktoren eine Rolle. Wir möchten Ihnen nur einige wichtige nennen: -das Quellwasser der Destillerie -der Boden auf dem die Gerste reift -das Mälzen in der Darre -das Fass in dem er reift -die Umgebung der Lagerhäuser |